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FUNKBETRIEB
Maritime Lichter
als Portabel-QTHs
Seit Mitte der 90er Jahre ist das dritte Au-
gustwochenende – dieses Jahr am
16./17. August – den funkenden Freun-
den maritimer Lichter ein besonderes Er-
eignis. Man veranstaltete damals unter
maßgeblicher Mitarbeit von Mike Dal-
rymple, GM4SUC, alle zwei Jahre das
Northern Lighthouse Weekend zum leich-
teren Erwerb des gleichnamigen Diploms.
1997 setzte sich der heute geläufige Be-
griff „International Lighthouse and Light-
ship Weekend (ILLW)“ durch.
Lighthouse-Revue im Internet
Thema URL
ILLW-Ankündigungen www.lighthouses.net.au/illw
Deutsches Leuchtturmdiplom und viele Links www.lighthouse-award.com
Amateur Radio Lighthouse Society (ARLHS) http://arlhs.com
World Lighthouse Award (WLH) http://wlh.free.fr
Ein Leuchtturmatlas aus DL www.leuchtturmatlas.de
zentrieren sich zurzeit trotz internationa-
ler Anhängerschaft eher auf Amerika.
Wie weit sich eine Station vom aktivier-
ten Leuchtturm entfernen darf, regelte
bei der ARLHS einst die „Line of Sight“-
Definition („In-Sicht-Regel“). Aufgrund
internationaler Einflüsse hat man sich da-
von verabschiedet
und wendet nun
die 1000-m-Regel
an. Für das Deut-
sche Leuchtturm-
diplom gilt dage-
gen, wie für die
meisten anderen
nationalen Light-
house Awards, ei-
ne 500-m-Regel.
Viele der fast
70 Diplominhaber
des German Light-
house Award er-
füllten die Bedingungen ausschließlich
während des ILLW. Immer häufiger, wie
zuletzt beim 1. Deutschen Insel- und
Leuchtturmwochenende (31. Mai/1. Ju-
ni), finden auch die GLHA-Nummern des
Diploms auf den Bändern Verwendung.
Für das heimische Diplom zählen aber
nur ausgewählte Leuchttürme an der
Nord- bzw. Ostseeküste ab 2001.
Änderungen für dieses Diplom treten im-
mer zum 1. August in Kraft. In diesem
Jahr werden wieder einige neue Leucht-
türme und die Bedingungen zum Sticker-
erwerb – wie von vielen gewünscht –
Eingang in die Regeln finden.
Ausrichtung der Diplome. So zählen
beim WLH eben keine Küstenleuchttür-
me oder solche auf nennenswert be-
wohnten Inseln. Andere Diplome wid-
men sich Feuerschiffen oder Leuchtfeu-
ern mit ganz bestimmten Eigenschaften.
Eine praktische Vergleichsliste auf Basis
des Deutschen Leuchtturmdiploms steht
auf der Webseite www.lighthouse-
award.comoder ist gegen Rückporto
beim Autor erhältlich.
Zahlreiche Stationen aktiv
Ganz gleich, ob und welches Diplom
Sie favorisieren – zum ILLW können
wieder zahlreiche Stationen gehört
oder gearbeitet werden, die ihr QTH
bei den Wegweisern der christlichen
Seefahrt aufgeschlagen haben. Nach
wie vor handelt es sich bei dem ILLW
nicht um einen Contest.
Vielleicht gibt es auch in Ihrer Nähe ein
Leuchtturm-QTH? Dann reihen Sie sich
doch in die Liste der weit über 300 an-
gekündigten aktiven ILLW-Teilnehmer
ein. Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR
Grüne Trift 19, 15754 Bindow
Das Team von 7S5LH
aktivierte beim ILLW
2002 den schwedischen
Leuchtturm in Hävringe
Seither ist diese Funkaktivität eine gute
Gelegenheit, nicht nur Punkte für ver-
schiedene Diplome rund um das Thema
Leuchtfeuer zu sammeln, sondern auch
seltene Inseln und Rufzeichen ins Log zu
bekommen – und das weltweit. In die
Zeit der Entstehung des ILLW fällt auch
die Gründung der Amateur Radio Light-
house Society (ARLHS) unter der Feder-
führung von James H. Weidner, K2JXW.
Funkbetrieb von
Leuchttürmen wird am
16./17. August wieder
die Bänder dominieren,
hier die beiden Leucht-
türme von Arkona
auf Rügen
Umfangreich katalogisiert
Ihr ist es zuzuschreiben, dass mittlerweile
viele maritimer Lichter wie zum Beispiel
Markierungsfeuer, Leuchttürme, Feuer-
schiffe oder Baken katalogisiert sind. Die
verwendeten Nummern finden zum
ILLW immer häufiger Anwendung und
werden gelegentlich auch als „internatio-
nale Leuchtturmnummer“ bezeichnet.
Für deutsche Leuchtfeuer steht die Be-
zeichnung FED („Federal Republic of
Germany“), gefolgt von einer dreistelli-
gen Zahl. Die Aktivitäten der ARLHS kon-
Leuchttürme – weltweit
Neben zahlreichen Trophäen aus den
Ostseeanliegerstaaten, EA, F, CT, 9A oder
dem amerikanischen Kontinent gibt es
das seit 1997 existierende, sehr an-
spruchsvolle World Lighthouse Award
(WLH). Zähler dafür erkennt man an ei-
nem „LH“ und folgender vierstelliger
Nummer. Die Anzahl der ausgegebenen
Diplome für wenigstens 50 geloggte LH
erreichte gerade erst den zweistelligen
Bereich. Dabei ist bemerkenswert, dass
die Hälfte aller derzeitigen WLH-Inhaber
aus DL kommt.
Grund für die vielen Nummern eines ma-
ritimen Lichtes ist die unterschiedliche
Literatur und Bezugsquellen
[1] Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR:
„Deutscher Insel- und Leuchtturmpokal
2003“, CQDL 2/03, S.111
[2] Enrico Stumpf-Siering, DL2VFR:
„Leuchtturmdiplome – weltweit“, CQDL
2/02, S.151
CQ DL 8-2003
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