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IM DIALOG
Ehrliche SWLs
Viele Informationen rund um die ISS
gibt es auf der Internetseite „ISS Fan
Club“ (IFC) unter www.issfanclub.
com, die von Claudio Ariotti, IK1SLD,
betrieben wird. Wolfgang Jakob, DL6SDA
den sie kaum noch gebraucht, aber
doch dann und wann angeboten. Aus
einem Nachlass stand mir eine be-
trächtliche Anzahl zur Verfügung, na-
gelneu und von einem sehr bekannten
Hersteller. Na, da wird sich so manch
einer freuen, dachte ich. Sortieren,
eintüten, zu einem günstigen Preis per
Inserat anbieten. Das Echo war gering
– wie war das mit dem Basteln?
So fragte ich denn bei einigen Händlern
an. Und erhielt eine so besonders schö-
ne Antwort, dass ich sie doch gern an-
deren Funkamateuren zur Kenntnis ge-
be. Zitat: „...wären wir bereit für Sie
kostenlos zu entsorgen. Geld dafür
auch noch bieten, können wir
nicht...“
Nun gut, der Handel wird’s schon wis-
sen. Das war am 3.11.01.
Und was für eine Anzeige finde ich in
der CQDL 11/2001? Die gleiche Fir-
ma, die in so liebenswürdiger Weise die
Gratisverschrottung angeboten hat, bot
in dieser Ausgabe exakt diese Konden-
satoren zu einem beachtlichen Preis an.
Ich gebe zu: Unter Entsorgung hatte
ich mir bis dahin etwas Anderes vorge-
stellt. Aber man lernt ja dazu...
Helmut Grune, DL7RA
(Leserbrief Wolfgang Schlaffer,
DL5MAE: Rapporte übers Internet,
CQDL 3/03, S. 213)
Dass es Leute gibt, die sich über das Ab-
schreiben von Verbindungen aus dem
DX-Cluster QSL-Karten erschleichen
wollen, ist sehr schade...
Es gibt überall ca. 10% (mindestens!)
„faule Eier“, unter SWLs wie auch un-
ter den aktiven OMs. Da werden Kar-
ten verschickt für Verbindungen, die es
nie gegeben hat oder beim Contest ge-
schummelt. Dabei sollte man doch
nicht vergessen, dass es immer noch
die anderen 90% gibt, die ihr Hobby
ernst nehmen.
Ich nehme mein Hobby als SWL ernst,
achte darauf, dass alles seine Richtig-
keit hat und gebe mir sehr viel Mühe
mit meinen Berichten. Die Daten müs-
sen natürlich stimmen, die Karte sollte
ansprechend sein, und ich fülle alles
noch in sauberer Handschrift aus. Der
Erfolg gibt mir Recht. Ich habe einen
ordentlichen Rücklauf und bekomme
viele nette Briefe aus aller Welt, zum
Teil mit Fotobeilagen, obwohl ich meine
Karte über das Büro versandt habe...
SWLs, die so etwas machen, sollten
überlegen, ob es das wirklich bringt. Auf
solche „Erfolge“ kann man doch nicht
wirklich stolz sein. Außerdem schadet
so ein Verhalten allen anderen, die sich
wirklich bemühen. Ralf Bleck, DE1ZDX
E-QSL – ein Denkanstoß
Ein mitgehörtes QSO zwischen einer
französischen und einer bulgarischen
Station vermittelte mir neulich einen
Denkanstoß. Beide Stationen hatten be-
reits QSOs, an die der Bulgare den
Franzosen erinnerte. Dieser bedauerte,
es nicht nachvollziehen zu können, da
er pro Tag zwei bis drei Seiten in sei-
nem Logbuch vollschreibe und diese
QSOs nicht finden könne. Der bulgari-
sche Op meinte dazu, sogar ein uralter
386er Computer würde ausreichen,
um dabei Abhilfe zu schaffen.
In diesem Moment wurde mir bewusst,
dass wir, meine XYL und ich, vor knapp
10 Jahren unsere elektronischen Log-
bücher eingerichtet hatten. Inzwischen
sind es über 25000 QSOs unter
DL3KWF.
Auf der Festplatte unseres PCs sind dies
einschließlich aller Statistikdateien
noch nicht einmal 5MB. Ein Papierlog-
buch hätte zum Vergleich bereits
840Seiten und wäre 9cm dick...
Der nächste Gedanke war geradezu na-
heliegend. 8800 QSOs sind mit QSL-
Karten bestätigt, die im Regal stolze
3m Platz benötigen und etwas mehr
als 25kg wiegen. Legt man nun die Da-
teigröße einer E-QSL zu Grunde, so
hätte ich 325MB QSLs im Speicher.
Zusammen mit den QSO-Erfolgen mei-
ner XYL würden wir mit allen unter
DL3KWF und DL3KWR erhaltenen
QSLs eine CD-ROM füllen können.
Alle QSO-Daten eines durchschnittli-
chen Funkamateurlebens passen auf ei-
ne CD-ROM und wären im Computer
sekundenschnell aufruf- und verarbeit-
bar, wie beim Logbuch des Bulgaren.
Funkamateure hatten über Jahrzehnte
den technischen Fortschritt für sich so
gut wie „gepachtet“. Ist dies in Verges-
senheit geraten? Nun, von dem in Aus-
sicht gestellten Weltlogbuch hört man
nichts mehr und die E-QSL wird wei-
terhin hartnäckig abgelehnt. Und aus
welchem sachlichen unüberwindbaren
Grund eigentlich? Das kann doch nicht
alles gewesen sein! Hardy Zenker, DL3KWF
Redaktion CQ DL
Lindenallee 6,
34225 Baunatal
Fax (05 61) 9 49 88-61,
redaktion@darc.de
Korrekturen und Ergänzungen
(Stabile Referenzfrequenzen über
lange Zeit, CQ DL 3/03, S. 168)
Eingriffe in Fernsehgeräte – auch sol-
che, die nur mit 12V betrieben werden
– sollten möglichst nur durch geschul-
tes Personal erfolgen. Zum Betrieb der
Bildröhre sind hohe Spannungen erfor-
derlich. Weiterhin führen einige Bautei-
le auch lange Zeit nach Ziehen des
Netzsteckers noch sehr hohe Spannun-
gen! Bei Beschädigung der Bildröhre
besteht Implosionsgefahr.
Hans-Siegmar Hau, DM1HSH
Weitere Korrekturen und
Ergänzungen finden Sie
im Internet unter
www.cqdl.de/korrektur
Vor Ort prüfen
(Leserbrief Hans-Jürgen Schmelzer,
DE3EAR: Warum nicht im OV?,
CQDL 2/03, S. 137)
Auch deutsche Antragsteller müssen
keine Karten mehr senden, wenn sie
ihren Antrag vor Ort von jemanden
prüfen lassen können, der selbst eine
Top-Auszeichnung besitzt. Dies gilt
auch für die weiteren Diplome des DX-
Referates EUDX und Europa-Diplom.
Warum das beim DLD sowie weiteren
DARC-Diplomen nicht auch so ist,
kann ich leider nicht beantworten...
Ha-Jo Weigand, DJ9MH
Die in der Rubrik
„Im Dialog“
veröffentlichten
Zuschriften geben die
Meinung des Verfassers,
nicht die des DARC oder
der Redaktion wieder.
Die Redaktion kürzt und
fasst zu lange Zuschriften
zusammen, um möglichst
viele Leser zu Wort kom-
men zu lassen. Dennoch
können wir leider nicht
alle Briefe abdrucken.
Der Autor hat mit diesem Beitrag auf
der 47. Weinheimer Tagung in 2002 im
3. Selbstbauwettbewerb den 3. Platz in
der Gruppe 2/Messtechnik belegt.
Wolfgang Borschel, DK2DO
5 W reichen aus
(Packet Radio über die Internatio-
nale Raumstation ISS, CQ DL 2/03,
S. 76)
Der Bericht war sehr informativ und
kann nach meinen Erfahrungen nur be-
stätigt werden. Auch mit 5W an einer
Groundplane sind Packetverbindungen
möglich!
Das Tagungsheft zur VHF-UHF-Tagung
München ist bei Ilse von Wedelstaedt,
DL5MAW, Ellmosen 1, 83043 Bad Aib-
ling gegen Voreinsendung von 9¤ (inkl.
Versand) in Briefmarken oder als Ver-
rechnungsscheck erhältlich.
Ilse von Wedelstaedt, DL5MAW
Karamellbonbons
Kennen wir sie noch, die dicken Glim-
merkondensatoren mit ihrem karamell-
bonbonartigen Aussehen? Heute wer-
CQ DL 4-2003
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